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"brrrrrr…. war mir heute kalt!!!!!!!!" · Zeigen
  • Der Diplomlehrgang für Gemeinwesenorientierte Bildungs- und Kulturarbeit (September 2011 bis Juni 2012) versteht sich als praxisbezogene Ausbildung für gemeinwesenorientierte Bildungs- und Kulturarbeit in ländlichen Regionen und Gemeinden, aber auch im städtischen Bereich. Zu den Lehrgangszielen zählt der Erwerb von Fähigkeiten zur Aktivierung und Ermutigung von Menschen, für die Planung und Umsetzung von Projekten in Gemeinwesen [...]

  • Es ist soweit, im April 2011 findet die 1. Road Show zum Nationalen Qualifikationsrahmen in Österreich statt. Die Veranstaltungen dienen einer erst Information und Diskussion zum Thema des NQR in Österreich. Weiters wird die Lernergebnisorientierung von Qualifikationen sowie die NQR-Entwicklung in anderen europäischen Ländern Thema der Veranstaltung sein. Dabei richten sich die jeweils halbtägigen Veranstaltungen [...]

  • Auch in diesem Programmjahr möchten wir die bisherige Seminarreihe „MigrantInnen in öffentlichen Einrichtungen, Beratung, Betreuung und Ämtern“ fortsetzen. Die thematische Schwerpunktsetzung gilt den „Familien mit Migrationshintergrund im Integrationsprozess“. Die Seminare beschäftigen sich erneut mit den kulturellen und sozialen Dimensionen der Kommunikation mit Migranten und Migrantinnen als „KundInnen“: sei es in der Verwaltung, in Beratungs-, Betreuungs- [...]

  • dotterblume erstellte das Forumthema Sozialpädagogik Masterstudium in der Gruppe ProfilbildVeranstaltungen / Weiterbildung / Seminare:   vor 1 Jahr, 2 Monaten · Zeigen

    Ziel des Pädagogikstudiums an der Karl-Franzens-Universität Graz ist die wissenschaftliche Bildung und Berufsvorbildung für Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beschreibung, Erklärung, Begründung und Legitimation pädagogischen Handelns und der wissenschaftlich fundierten Arbeit in pädagogischen Institutionen, in freier Praxis oder in der Forschung…..

    Weitere Infos unter:
    http://www.studium.at/studieren/universitaet-graz/sozialpaedagogik-master#

  • Sozialpädagogische und psychosoziale Fachbetreuung Graz
    Grundlehrgang / 2011-09-29

    weitere Informationen unter:
    http://www.netak.at/html/_-_ausbildung.html

  • dotterblume ist der Gruppe ProfilbildVeranstaltungen / Weiterbildung / Seminare beigetreten   vor 1 Jahr, 2 Monaten · Zeigen

  • dotterblume hat den Blogeintrag ‘Frohe Weihnachten‘ kommentiert:   vor 1 Jahr, 4 Monaten · Zeigen

    maahhh der Bowie war da noch jung….

  • dotterblume erstellte die Veranstaltung: Vom Wesen der Betreuung   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

  • dotterblume schrieb ein Update in die Gruppe ProfilbildSonder- und Heilpädagogik:   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

    Lernen, was man in der Volksschule versäumt hat

    An der VHS Floridsdorf lernen Erwachsene Lesen und Schreiben – Nicht alle wissen mit den neuen Kenntnissen etwas anzufangen

    ”Es ist keine Lehre, wenn der Computer das Getippte anzeigt und das geschriebene Wort verbessert”, hat Karl in den Laptop getippt. Er ist einer von acht Teilnehmern des Basisbildungskurses an der Volkshochschule Floridsdorf. Lesen, Schreiben, Rechnen und der Umgang mit dem Computer sollen hier vermittelt werden. Täglich von 9 bis 12 Uhr an drei Tagen pro Woche lernen hier Menschen mit Deutsch als Muttersprache oder MigrantInnen mit guten Deutschkenntnissen, was sie eigentlich schon in der Schule lernen hätte sollen. Oder was sie seither wieder vergessen haben.

    An den Wänden hängen Lernposter, die auch in einer Volksschule hängen könnten. ”Die Wörter, die mit a aufhören, musst du dir merken: Oma, Opa, lila, Lama”, ist da beispielsweise zu lesen. Wie viele Menschen hierzulande nicht oder nicht ausreichend Lesen und Schreiben können, weiß niemand so genau. Sowohl das europäische Parlament als auch die OECD schätzen die Zahlen der funktionalen AnalphabetInnen in den EU-Ländern auf 10 Prozent bis 20 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren. Das würde bedeuten, dass in Österreich zwischen 670.000 und 1,34 Millionen Menschen betroffen sind.

    Arbeitslosigkeit
    Karl ist 40 und arbeitslos. Bisher hat er in vielen Bereichen gearbeitet, als Maurer oder Gärtner. Aber mittlerweile komme er ohne Lese-und Schreibkenntnisse nicht mal mehr in sozialen Projekten unter. Seine halblangen Haare werden mit einem breiten Haarreifen zurück gehalten. Der Vollbart ist leicht ergraut. „Letztens hat mich ein kleiner Bub gefragt, ob ich der Weihnachtsmann bin”, scherzt er. Schmunzeln in der Gruppe.

    Lesen und schreiben – Wozu?

    Bis vor kurzem hätte Karl den Satz, den er getippt hat, weder lesen noch schreiben können. Über seinen Lernerfolg zeigt er sich aber nicht sonderlich begeistert: ”Wozu ich das Lesen und Schreiben brauchen soll, weiß ich allerdings nicht”. Er habe keine Vorstellung, was er damit anfangen soll. Er sei schon immer sehr freiheitsliebend gewesen und das Lesen zu lernen, sei ihm nie wichtig gewesen. Schon sein Großvater konnte nicht lesen. Er sei bisher auch so gut zurecht gekommen. „Ich bin immer offen damit umgegangen. Auf den Ämtern habe ich die Behörden gebeten, mir beim Ausfüllen der Formulare zu helfen”. Und wenn er sich etwas notieren will? „Dann zeichne ich mir das auf”, antwortet Karl.

    Karl ist freiwillig hier, wie er erzählt. Aus einem TV-Spot im deutschen Fernsehen hat er überhaupt erst erfahren, dass es Kurse gibt, in denen Erwachsene Volksschulstoff lernen können. Die Kursgebühren von 1.400 Euro übernimmt das AMS für ihn. „Das könnten sich Schwächere sonst ja nicht leisten”, sagt Karl. Bis 15 sei er in der Schule gewesen. Viele Jahre habe er im Heim verbracht. Mit diversen Tricks und Lehrern, die beide Augen zugedrückt haben, hat er die Pflichtschuljahre hinter sich gebracht. Auch seine Legasthenie könnte dazu beigetragen haben, dass er das Lesen und Schreiben bisher nicht gelernt hat.

    Teilnehmer zwischen 25 und 50

    Jährlich sind es etwa 130 TeilnehmerInnen zwischen 25 und 50 Jahren, die sich an der Volkshochschule Floridsdorf die Basiskenntnisse in Lesen und Schreiben aneignen. Die Lernziele der TeilnehmerInnen in diesem Basiskurs sind sehr unterschiedlich. Bianca hat etwa bereits eine abgeschlossene Lehre als Bürokauffrau. Bei einem Eignungstest für einen Lohnverrechnungskurs hat sie bemerkt, dass sie erheblichen Nachholbedarf in Mathematik hat. „Ich war es gewohnt, immer mit dem Taschenrechner zu rechnen”. Beim Test war dann aber der Taschenrechner tabu. Im Kurs lernt sie nun die Grundrechnungsarten, Bruchrechnungen und Gleichungen. ”Ich bin total motiviert und will viel lernen. Vielleicht schaffe ich sogar die Matura und kann später studieren gehen”. Sie sei erst 23 und hätte noch viel Zeit.

    Individual- statt Frontalunterricht
    Für jeden individuell zugeschnittene Lernbegleitung statt Frontalunterricht, lautet das Motto im Kurs. Oft haben Menschen in der Schule entmutigende und demütigende Erfahrungen gemacht. Genau das wieder zu erleben, soll den Teilnehmern dieses Kurses erspart bleiben. Während Bianca ihre Gleichungen macht, ist Sue damit beschäftigt einen handschriftlichen Aufsatz zu verfassen. Julia Rührlinger und Maria Burkert trainieren die Gruppe. „Wenn die Lesekompetenz in der zweiten Volksschulklasse nicht ausreichend gefestigt ist, dann hat das massive Auswirkungen auf den weiteren Weg”. Rührlinger kritisiert, dass die Grundkompetenzen in den Schulen oft nicht ausreichend gefestigt werden, weil Bildung an sich als Wert nicht ausreichend gewürdigt wird.

    In den allermeisten Fällen seien die tristen sozialen Verhältnisse dafür ausschlaggebend, dass Menschen unser Schulsystem verlassen, ohne ausreichend Schreiben und Lesen zu können, erklärt Astrid Klopf-Kellerer, Leiterin des Bereiches Basisbildung an der Volkshochschule Floridsdorf. „In diesen Familien geht es schlichtweg oft darum, zu überleben”. Schüler mit Lernschwierigkeiten werden in die „Sonderschule” abgeschoben – oft meinen es die Lehrer gut, drücken beide Augen zu. Dass bereits in der Volksschule auf den erhöhten Förderungsbedarf der Schwächeren eingegangen wird, und zwar auch auf sozialarbeiterischer Ebene, fordert Klopf-Kellerer.

    ”Ich bin so überglücklich”
    ”Ich bin so überglücklich”, ruft Sue und bricht in Tränen aus. Sie hat gerade einen Aufsatz geschrieben, Trainerin Maria Burkert hat sie gelobt. Sie sei jetzt 44 und habe noch nie so viel gelernt wie jetzt. Vor 20 Jahren ist sie aus Nigeria nach Österreich gekommen. Ihr Vater ist gestorben als sie fünf, die Mutter als sie neun Jahre alt war. Man habe ihr zwar immer versprochen, dass sie zur Schule gehen darf. Letztendlich wurde ihr Traum nie erfüllt. Heute sitzt sie also in der Volkshochschule in Floridsdorf. Eifrig blättert sie im Wörterbuch. Bei besonders schwierigen Wörtern ruft sie eine Trainerin zur Hilfe. Schließlich hat sie ein Teil ihrer Lebensgeschichte zu Papier gebracht. ”Ich will als Altenpflegerin arbeiten. Im Sommer mit den Menschen spazieren gehen und Freude in ihr Leben bringen. Ich habe so viel Kraft”, sagt Sue. Doch ohne die passenden Zeugnisse sei das nicht möglich.

    Ein Zeugnis zu erwerben, nämlich den Hauptschulabschluss, ist auch Martinas Ziel. In den Basiskurs ist die 30-Jährige gekommen um ihre Schreib- und Rechenkenntnisse zu verbessern. ”In der Hauptschulzeit hatte ich andere Interessen als zu lernen”, erklärt sie. Später will sie einmal Kindergartenhelferin werden.

    Der Text auf Karls Laptop ist mittlerweile fast eine Seite lang. ”Schreiben Sie in der Zeitung, dass es in Österreich Schreibstuben geben sollte, wo man Briefe schreiben lassen kann”, ruft er. Er beharrt darauf, dass das Schreiben und Lesen für ihn keinen Sinn macht. Andererseits: ”Ich hätte schon gerne einen eigenen Laptop, mit einem Lernprogramm für Legastheniker. Aber sowas kann ich mir nicht leisten”. (Katrin Burgstaller, 16. Dezember 2010)

    Quelle Onlinestandard:
    Link: http://derstandard.at/1291455169100/derStandardat-Reportage-Lernen-was-man-in-der-Volksschule-versaeumt-hat

  • dotterblume ist der Gruppe ProfilbildSonder- und Heilpädagogik beigetreten   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

  • dotterblume ist der Gruppe ProfilbildSozialarbeit beigetreten   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

  • dotterblume hat ein Update veröffentlicht:   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

    brrrrrr…. war mir heute kalt!!!!!!!!

  • dotterblume hat ein Update veröffentlicht:   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

    EINLADUNG „DAMIT DAS HERZ KLOPFEN KANN“

    Freitag 26. November 2010, 19.00 Uhr
    OÖ Landesmuseum, Festsaal, Museumstraße 14, 4020 Linz

    Im Rahmen des sicht:wechsel Literaturforums „DAMIT DAS HERZ KLOPFEN KANN“
    Terrassenfruchtteichburggartenauffahrt

    KURT PALM liest humorvolle, skurrile und berührende Texte von PreisträgerInnen des österreichischen Literaturpreises Ohrenschmaus
    u.a. von Renate Gradwohl, Andreas Burtscher, Herbert Offenhuber, David Sylvester Marek, Josefine Bitschnau, Sarah Lutschaunig, Stefan Mann,
    Reinhard Bachmann und Klaus Lackerbauer.

    Der bekannte Vöcklabrucker Autor und Regisseur Kurt Palm arbeitet seit 1982 als Regisseur, Autor und Volksbildner. 1989 gründete er in Wien die
    legendäre Theatergruppe „Sparverein Die Unz-Ertrennlichen“. Von 1994 bis 1996 inszenierte er 24 Folgen der von
    Hermes Phettberg moderierten „Phettbergs Nette Leit Show“.In Oberösterreich wurde u.a. durch seine
    Inszenierungen von „Die Dreigroschenoper“, „ Der Freischütz“ und „Blume von Hawai“ am Landestheater, sowie mit der Uraufführung seiner Satire „Der Zwerg
    ruft“ am Theater Phönix einem breiten Publikum bekannt.

    Sein zuletzt erschienenes Buch: ”Bad Fucking”, Krimi, Residenz Verlag

    Kurt Palm ist Jurymitglied des Literaturpreises Ohrenschmaus für Literatur von Menschen mit Lernschwierigkeiten, der alljährlich in Wien vergeben wird.

    Schirmherrschaft: Felix Mitterer

    Jury: Barbara Rett, Eva Jancak, Heinz Janisch, Ludwig Lahr Andrea Stift und
    Kurt Palm

    EINTRITT FREI

    Anmeldung erbeten unter 0732/ 78 51 41 11 oder office@sicht-wechsel.at

  • dotterblume hat ein Update veröffentlicht:   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

    Bankrun 2010
    Die Aktion trägt Namen Bankrun 2010.
    Im wesentlichen geht’s darum, das derzeitige Ausbeutungssystem, dass ganze Länder bedroht, mit seinen eigenen Mitteln auszuhebeln.

    weitere Infos unter:
    http://www.bankrun2010.com/
    https://www.facebook.com/event.php?eid=171582926191592
    http://stopbanque.blogsport.de/

    lg dotterblume

  • dotterblume schrieb ein Update in die Gruppe ProfilbildLehrausbildung:   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

    ”Berufsschüler sind eine vergessene Mehrheit”

    Turnen, Zeichnen, Musik: Solchen Unterricht bekommen Lehrlinge nicht – Der pensionierte Landesschulinspektor Hubert Prigl kämpft gegen ihre Benachteiligung

    15 Jahre lang war Hubert Prigl Landesschulinspektor für die Wiener Berufsschulen. Anfang November trat er seinen Ruhestand an. Doch seinen Unmut über die Ungleichheiten im österreichischen Schulsystem nahm er mit in die Pension.

    Ein Beispiel: Gymnasiasten und Schüler an Berufsbildenden Höheren Schulen haben alle Turnunterricht. In Berufsschulen gibt es Leibesübungen hingegen nicht als Pflichtfach. ”Schauen Sie sich einmal den Lebensstil der Berufsschüler an, wie viele da übergewichtig sind”, ärgert sich Prigl. Als vor einigen Jahren Wiener Jugendliche zu sportlichen Leistungstests zusammenkamen, schnitten Gymnasiasten in allen Bereichen besser ab als die Berufsschüler. Prigl: ”Nur bei den Klimmzügen waren unsere besser.”

    Berufsschule wie die Matura nachholen

    Der 64-Jährige sieht viele solche Ungerechtigkeiten – von der Klassengröße bis zur täglichen Unterrichtszeit. Die mehr als 22.000 Wiener Berufsschüler – in ganz Österreich sind es über 130.000 – stellen für ihn ”eine fast vergessene Majorität im österreichischen Schulsystem” dar.

    Prigl würde gerne alle diese Benachteiligungen bekämpfen. Weil er aber irgendwo anfangen muss, will er zuerst jener relativ kleinen Gruppe von Erwachsenen helfen, die ihre Lehrabschlussprüfung nachholen wollen. ”Man kann mit Ausnahme der Volksschule jeden Schultyp mit Hilfe der öffentlichen Hand im Nachhinein absolvieren”, sagt Prigl. Warum solle das nicht auch für Berufsschüler gelten? Die Forderung will er ins Parlament bringen.

    Menschen, die in Implacement-Stiftungen ausgebildet werden und ihre Lehrabschlussprüfung absolvieren wollen, sollen künftig ganz normal eine Berufsschule besuchen dürfen.
    Implacement-Stiftungen bezeichnen eine AMS-Maßnahme, die Unternehmen, die Personalbedarf haben, mit Arbeitslosen zusammen führt, denen für einen bestimmten Arbeitsplatz die Qualifizierung fehlt. Derzeit werden diese Auszubildenden nur als außerordentliche Schüler geführt (sie verursachen den Berufsschulen dadurch keine Kosten). Prigl will diese Gruppe durch eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes zu vollen Berufsschülern machen.

    Arbeiten statt zuhause sitzen

    Dasselbe soll für Arbeitnehmer gelten, die schon einige Jahre Praxis haben und die Lehrabschlussprüfung in ihrer Branche nachholen wollen. Prigl nennt als Beispiel einen Hilfsarbeiter. ”Der braucht nur Stempelgebühren für die Prüfung bezahlen, aber da fällt er halt durch, weil er eben die Fachtheorie nicht hat.”

    Auch wirtschaftlich mache das Sinn, sagt Prigl. Erst vor kurzem habe ein Wiener Berufsschuldirektor quasi in privatem Engagement – mit Hilfe des Arbeitsmarktservice – 20 Langzeitarbeitslose zu Installateuren qualifiziert. Früher seien sie zuhause gesessen und waren verzweifelt, sagt Prigl, heute leisten sie als Installateure gute Dienste für ihre Unternehmen. ”Das ist für eine Gruppe von älteren Menschen, die sich qualifizieren wollen. Sie wollen die Lehrabschlussprüfung bestehen, und dafür brauchen sie irgendwo die Theorie. Die holen sie sich in der Berufsschule”, rechtfertigt Prigl seine Forderung.

    Ziel: 10.000 Unterschriften

    Er selbst bezeichnet sich als ”in der Wolle gefärbten Sozialisten”, seine parlamentarische Bürgerinitiative möchte er aber als überparteilich verstanden wissen. Bis Weihnachten sammelt er jetzt Unterschriften. 500 brauche er, um im Parlament angehört zu werden, aber erst ab 10.000 Unterstützern fange er sich zu freuen an. ”Meine Hoffnung ist die: Wenn ich die Sache mit 10.000 Unterschriften ins Parlament kriege, die ja nur die winzige Gruppe der Erwachsenen betrifft, dann muss über den ganzen Paragraphen 46 im Schulorganisationsgesetz diskutiert werden.”

    Weniger Unterricht an einem Tag

    Dann, so sein Kalkül, müsste auch über andere Benachteiligungen für Berufsschüler gesprochen werden. ”Das Zeit-Verhältnis zwischen Berufsschule und Lehrbetrieb müsste geändert werden”, erklärt Prigl zum Beispiel. Als grobe Zielrichtung spricht er sich für zwei Tage Unterricht und dafür nur drei Tage Arbeit aus – was vor allem an der Wirtschaftskammer, die Lehrlinge naturgemäß lieber im Betrieb als in der Schule sieht, scheitern dürfte.

    Realistischer als ein zusätzlicher Schultag für die Wiener Berufsschüler wäre eine Verkürzung der täglichen Unterrichtszeit. ”Wo wir noch neun Pflichtstunden an einem Tag haben, gehört das geändert”, fordert Prigl. ”Wir haben ja auch eine Integrationsaufgabe von Jugendlichen mit dramatisch schlechten Leistungsprofilen.” Schließlich kämen in Wiens Berufsschulen Jugendliche zum Teil direkt aus der 6. AHS-Stufe mit Kollegen aus der Sonderschule zusammen. ”Wenn man den Förderunterricht in der 9. oder 10. Stunde anhängt, ist der Schüler natürlich schon sehr müde. Die leistungsschwachen Schüler müssten zusätzlich in die Schule kommen dürfen, natürlich zu Ungunsten des Lehrbetriebes.”

    Förderunterricht käme besonders Jugendlichen mit Migrationshintergrund zugute. Deren Anteil ist in keinem anderen Schultyp so hoch. Dass ihre Integration auch in der Berufsschule oft nicht gelingt, bestätigt Prigl insofern: ”Es bleibt unseren Lehrern schlicht keine Zeit dafür.”

    Baumeister: 10.000 Euro, Architekt: gratis

    Außerdem auf Prigls Wunschliste: dass die Schülerzahl von maximal 25 pro Klasse im Gesetz festgeschrieben wird und dass Berufsschüler auch eine musische oder bildnerische Erziehung bekommen.

    Vorläufig würde sich der Ex-Schulinspektor aber einmal über 10.000 Unterschriften für seine Initiative freuen. Denn das Bildungssystem steht auf schiefem Boden, ist er überzeugt: ”Ich bin ja für den freien Zugang zur Uni, aber man möge mir erklären: Wenn jemand Maurer ist und Baumeister werden will, dann zahlt der junge Mann über 10.000 Euro für einen Wifi-Kurs. Warum ist in Österreich ein Meister eine private und ein Architekt eine öffentliche Investition?” (Lukas Kapeller/derStandard.at, 24.11.2010)

    Link: http://derstandard.at/1289608020535/Berufsschueler-sind-eine-vergessene-Mehrheit

  • dotterblume ist der Gruppe ProfilbildLehrausbildung beigetreten   vor 1 Jahr, 5 Monaten · Zeigen

  • dotterblume hat ein neuen Kommentare geschrieben:   vor 1 Jahr, 6 Monaten · Zeigen

    ganz ganz ooorrgg :-)

    In Antwort auf - susanna hat ein Update veröffentlicht: guten moooorgen! brrrrrrrrrrrrrrrr … huschi is …. weil gerade gelesen … …. wenns net so traurig wär – müßt ma ja darüber lachen …. in den letzten wochen gabs aktionen der künstlergruppe stahlglatt & blumeenweich …. sie waren bei wahlkampfveranstaltungen in wien mit eigenem container als ”institut für austrologie” unterwegs, in [...] · Zeigen
  • dotterblume schrieb ein Update in die Gruppe ProfilbildSonder- und Heilpädagogik:   vor 1 Jahr, 6 Monaten · Zeigen

    Österreich, Menschenrechte
    Delogierung wegen behinderten Kindes

    Sechsköpfige Familie auf der Straße
    Weil eine sechsköpfige Wiener Familie ein autistisches Kind nicht in ein Behindertenheim geben will, steht ihr jetzt die Delogierung bevor. Betagte Nachbarinnen in dem Gemeindebau hatten sich vor allem über den Lärm durch den autistischen Jugendlichen beschwert.

    Gericht: Zuviel Lärm
    In 11 Tagen dürfte die Familie Salman auf der Straße stehen. Im Gerichtsurteil heißt es unter anderem: ”Der autistische Sohn habe mehr Lärm gemacht als gesunde Kinder, deshalb sei der Kündigungsgrund verwirklicht.” Die Anwältin der Familie will sich nun an den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden und die Generalsekretärin der Autistenhilfe Ruth Renee Kurz sagt: das Urteil widerspreche der Bundesverfassung, der Kinderrechts- und der Behindertenkonvention.
    Nachbarn haben geklagt

    Aber der Oberste Gerichtshof hat einen Einspruch schon abgelehnt. Vor 4 Jahren war die österreichische Familie Salman mit türkischen Wurzeln in eine Gemeindebau-Reihenhaussiedlung in Wien-Donaustadt gezogen. Die wurde ursprünglich gebaut für Familien mit Kindern. Heute wohnen dort großteils Pensionisten. Bald haben sich vor allem zwei älteren Nachbarinnen beschwert, die Wand an Wand wohnen mit dem kleinen Reihenhaus der sechsköpfigen Familie – über Schreianfälle und Hämmern gegen Wände und Türen. Und einmal habe der autistische 16-Jährige sie attackiert, sagt eine Nachbarin. Gegenüber wohnende Nachbarn hingegen meinen, man höre nichts.

    Außerdem habe sich die Situation doch längst verbessert durch Medikamente und Therapie, beteuert die Familie. Der Bruder sei unter tags in einer Werkstätte und gehe auch früh schlafen, sagt seine 9-jährige Schwester. Er sei nicht laut.
    Kinder verzweifelt

    Als der autistischen Bursch kurze Zeit in einem Heim war, ist es ihm schlechter gegangen, die Familie hat sich entschieden, ihn wieder nach Hause zu holen. Die 14-jährige Schwester, eine Gymnasiastin ist verzweifelt, das entspreche nicht den Menschenrechten, wenn man rausgeworfen werde und die Eltern womöglich in eine Obdachloseneinrichtung. Das habe jemand vom Jugendamt in den Raum gestellt.
    Keine Hilfe der Stadt

    Die Suche nach einer günstigen Wohnung war bisher erfolglos, der Vater arbeitet als Hilfsarbeiter am Bau. Von der Stadt Wien wird keine besser gelegene oder besser gedämmte Wohnung zur Verfügung gestellt. Das würde das Problem vermutlich nur verlagern, heißt es aus dem Büro von Wohn-Stadtrat Michael Ludwig. Man habe vor Jahren versucht die Situation zu verbessern und verlasse sich nun auf die Gerichte. Übrigens: Der vom Jugendamt vorgeschlagene Heimplatz in Oberösterreich für den autistischen Burschen würde die Stadt laut Autistenhilfe monatlich bis zu 8.000 Euro kosten.

    Quelle Ö1: http://oe1.orf.at/artikel/260902

  • dotterblume ist der Gruppe ProfilbildSonder- und Heilpädagogik beigetreten   vor 1 Jahr, 6 Monaten · Zeigen

  • dotterblume erstellte die Veranstaltung: AAP – Lehrgang Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie   vor 1 Jahr, 6 Monaten · Zeigen

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